– Note #13 – Frühling 2026 –
„Man muss dem, was man sucht, auch Raum geben, gefunden zu werden“Hermann Hesse
Mal ehrlich – Hast Du das Zitat oben gelesen? „...Dem was man sucht, Raum geben...”. Wie soll das denn gehen?
Ich bin gerade auch auf der Suche. Nach Motivation für meinen Job. Oder vielleicht eher nach so einem kleinen Funken Inspiration, der die Dinge wieder leichter macht. Aber im Moment versteckt sich das alles ziemlich gut...
Dabei mache ich meinen Job wirklich gerne. Es gibt niemanden, der mir sagt, was ich tun oder lassen soll, keine Deadlines oder Zielvereinbarungen, die mir „von oben“ aufoktruiert werden. Ich habe Entscheidungsfreiheit und arbeite in einem inspirierenden Umfeld, das mir viel Kreativität, Entfaltungsmöglichkeiten und Entwicklungspotenzial bietet… Ein Traum… wäre da nicht dieses „Selbstständig“. Genau darauf – und auf all die „Freiheiten“ – habe ich gerade am wenigsten Lust.
Dann möchte ich lieber, dass mir jemand sagt, was ich machen soll. Und vor allem: was zuerst. Studioorganisation? Planung? Social Media? (ja… immer noch…), die nächste Ausbildung? – alles gleichzeitig!
Raum sehe ich da keinen… Dann fange ich an, Dinge vor mir herzuschieben. Nicht, weil ich nicht weiß, was zu tun ist – sondern weil mir einfach die Energie dafür fehlt.
Stattdessen mache ich… andere Dinge. Oder nichts. Was sich kurzfristig erstaunlich sinnvoll anfühlt, aber mittelfristig die Tendenz hat, mir auf die Füße zu fallen. Wie kommt man aus diesem Motivationstief raus? Wie „gebe ich dem was ich suche Raum gefunden zu werden“? Das klingt so weise, aber wie setzte ich das um?
Ich habe tatsächlich einen kleinen Raum gefunden und das „nervige“ Tagesgeschäft dann tatsächlich liegen lassen und mich einer Aufgabe gewidmet, die mir immer Freude bereitet und die auch Raum braucht: die Recherche nach der nächsten Retreat-Location. Da habe ich mich reingestürzt, mir den Raum gegeben und darin fand ich dann meine Inspiration wieder. Noch nicht riesig, nicht spektakulär – aber spürbar.
Vielleicht ist das manchmal der Punkt: Dass man nicht noch mehr sucht oder sich zwingt, sondern ein bisschen Raum lässt. Und darauf vertraut, dass sich etwas zeigt, wenn man sich bewegt. Gerade jetzt, wo die Sonne wieder mehr scheint, die Osterfeiertage vor der Tür stehen und vielleicht ein bisschen mehr Luft entsteht.
Erlaube Dir und dem, was Du suchst, diesen Raum!
Ich bin dann mal… weiter auf der Suche. Oder lasse mich finden.
In diesem Sinne Carpe diem – (Nutze den Raum)
Deine Susanne