Zwei Yogalehrerinnen stehen im Handstand am Mainzer Rheinufer vor einer bunten Graffiti-Wand mit großen, farbenfrohen Gesichtern der Meenzer Schwellköpp und einem Porträt von Johannes Gutenberg mit Bart. Die Szene kombiniert sportliche Aktivität und urbane Kunst und wirkt dynamisch und lebendig.

Mal ehrlich :-)

Susanne's Blog zum Schmunzeln und Nachdenken

Yoga ist mehr als Asanas und Om – es ist Alltag, Begegnung, manchmal auch Chaos auf der Matte. Hier erzähle ich ehrlich und augenzwinkernd vom „echten Yogaleben”: mal zum Lächeln, mal zum Nachdenken.
Oder, salopp gesagt: Teaching Yoga is a dirty job – but someone has to do it ;-)

– Note #8 – November 2025 –

„We ask ourselves, ‘Who am I to be brilliant?’
Actually, who are you not to be?“C. JoyBell C.

Kennst du dieses Gefühl auch?

Mal ehrlich… geht es dir auch manchmal so, dass du dein eigenes Licht eher dimmst als anknipst? Dass du dich fragst, ob du wirklich gut genug bist, um etwas Großes zu tun? Oder dass du — mitten von etwas, das dir eigentlich gelingt — plötzlich denkst: „Wer bin ich eigentlich, das zu machen?“.

Ich ertappe mich immer wieder dabei. Obwohl ich Yogaplus seit vielen Jahren mit viel Liebe, Herzblut und Verantwortung leite und obwohl wir gewachsen sind, ein wunderbares Team haben und so viele Menschen Woche für Woche diesen Ort füllen.

Und trotzdem gibt es diese Momente, in denen ich mich kleiner mache, als ich bin. In denen ich an mir zweifle, obwohl ich es besser weiß. Manchmal sogar trotz aller Erfahrung, Ausbildung und Rückmeldungen.

Vielleicht kennst du dieses Gefühl, dieses leise „Wer bin ich…?“, das nicht wirklich gefragt sein möchte, sondern eher zurückhält. Es gibt ein Wort dafür: Imposter Syndrome (Hochstapler-Syndrom). Ein Gefühl, das vor allem die trifft, die Verantwortung ernst nehmen, die Qualität wichtig finden und die mit Herz arbeiten.

Das Imposter-Syndrom bedeutet nicht, etwas tatsächlich nicht zu können. Es bedeutet, dass wir unsere eigenen Fähigkeiten durch eine Lupe betrachten — jede Kleinigkeit wird dann riesig, während wir die Stärken anderer aus der Ferne betrachten und sie glänzen sehen. Es ist dieses Missverhältnis zwischen innerem Zweifel und äußerer Realität.

Und ja — es hat auch bei mir ganz konkret eine Rolle gespielt, als ich mich mit den Preisänderungen für 2026 auseinandergesetzt habe. Ich habe gerungen, gezögert, gehadert. Nicht, weil ich unser Angebot nicht wertvoll genug finde — sondern weil ich mich selbst manchmal nicht genug wertschätze.

Was mich an dem Zitat oben so berührt, ist der zweite Satz:
„Actually, who are you not to be?“

Wer bin ich nicht, einen fairen Preis für gute Arbeit zu verlangen?
Wer bist du nicht, deinen Platz einzunehmen?
Wer sind wir nicht, etwas zu tun, was wir können — und was Wirkung hat?

Wir sind oft so sehr damit beschäftigt, uns klein zu halten, dass wir vergessen: Wir haben Verantwortung. Wir haben Fähigkeiten. Wir haben ein Herz, das mitarbeitet. Und wir haben etwas aufgebaut, das Menschen berührt. Nicht aus Perfektion — sondern aus Hingabe.

Deshalb bin ich dankbar dafür, dass Menschen um mich herum mir immer wieder mal sagen, was ich manchmal selbst nicht sehen kann: Dass wir hier bei Yogaplus etwas Besonderes geschaffen haben. Dass Vielfalt, Qualität und Atmosphäre nicht selbstverständlich sind. Und dass es okay ist, Entscheidungen zu treffen, die diesem Wert entsprechen. Manchmal braucht es jemanden, der uns daran erinnert, dass wir nicht nur genug sind — sondern dass wir gut sind.

Und warum nicht gleich mit diesem Gedanken das alte Jahr langsam hinter uns lassen und aufs Neue vorbereiten: Für dich. – Für mich. – Für uns alle, die sich manchmal kleiner machen, als sie sind. Vielleicht ist es Zeit, uns nicht mehr zu fragen „Wer bin ich…?“, sondern eher „Warum eigentlich nicht ich?“ In diesem Sinne…

…hab eine wunderbare Vor-Weihnachtszeit!

Deine Susanne

– Note #7 – Oktober 2025 –

„Dankbarkeit zu fühlen und sie nicht auszudrücken ist, als würde man ein Geschenk einpacken und es nicht überreichen.“William Arthur Ward

Give Thanks

Das Fotomotiv am Kopf des neuen Newsletters mit dem „Give thanks“-Motiv hat mich ziemlich inspiriert. Nicht „Thanksgiving“ im Truthahn-Style, sondern einfach: Gib Dankbarkeit weiter. Das hat einen schönen Twist, finde ich.

Und bei der Recherche dazu bin ich über ein Zitat gestolpert, das mich direkt erwischt hat:

„Dankbarkeit zu fühlen und sie nicht auszudrücken ist, als würde man ein Geschenk einpacken und es nicht überreichen.“ – William Arthur Ward. (Falls du dich fragst, wer das ist: ein US-amerikanischer-Autor, der offenbar sehr viel über das Dankbarsein nachgedacht hat ;-))

Ich dachte: Ja, verdammt – stimmt. Manchmal sind wir in der Yoga-Bubble so voll mit „Sei dankbar!“, dass wir innerlich die Augen rollen und einfach abschalten. Dabei zeigen Studien eindeutig, wie gut Dankbarkeit uns tut – psychisch und körperlich. Besser schlafen, weniger Stress, stärkeres Immunsystem, glücklichere Beziehungen und insgesamt mehr Lebenszufriedenheit.

Also Schluss mit „nur fühlen”! Taten! Geschenkpapier weg! Raus damit!

Und deshalb möchte ich dir danken. Ja, genau dir – weil du Yogaplus und mich schon so lange begleitet (oder gerade erst entdeckt) hast, weil du bis hierher gelesen hast und weil du Teil dieser kleinen, feinen Community bist. – Danke, dass es dich gibt!

Als Dankeschön bekommst du einen Gutschein von mir:
15% Rabatt auf deine nächste Blockkarte oder Mitgliedschaft
Code: THANKYOU, gültig bis 31. 12. 2025

Ich freue mich sehr, Dich weiterhin auf der Matte zu sehen – und gemeinsam durch alle Jahreszeiten zu atmen. Mit einem dicken DANKE – direkt an Dich!

Deine Susanne

– Note #6 – August 2025 –

„Wachstum beginnt am Ende deiner Komfortzone.“Neale Donald Walsch

Wachstum am Ende der Komfortzone

Ja, das Zitat von Neale Donald Walsch - einem zeitgenössischen US-amerikanischen Autor - steht groß in meinem Newsletter. Ganz oben. Weil ich mich in meinem Alltag als Yogastudio-Inhaberin gefühlt fast jeden Tag dort bewege. Fast. Aber mal ehrlich – oft fühle ich mich nicht groß. Manchmal eher klein...

Heute zum Beispiel: Ich lese in der Zeitung, dass in Mainz eine Yogakonferenz stattfindet. Und sofort schießt mir durch den Kopf: „Warum bin ich nicht dabei? Wieso wurde ich nicht eingeladen? Und weshalb habe ich eigentlich nicht längst selbst so eine Konferenz auf die Beine gestellt – am besten mit allen Mainzer Studios…?“

Ja, da ist es wieder, das kleine fiese Ego: ein bisschen Neid, ein bisschen Kränkung. Schiebe ich alles zur Seite und widme mich meinem Business, schreibe diesen Newsletter, und merke: Hey, eigentlich habe ich doch schon so viel bewegt. Ich habe mein Studio aufgebaut, Workshops organisiert, Aus-und Weiterbildungen gestartet… – und das alles oft am Ende meiner Komfortzone und darüber hinaus.

Dann atme ich tief durch, schenke mir selbst ein Lächeln und spüre, dass Loslassen manchmal der wichtigste Schritt ist. Loslassen von der Vorstellung, auf allen Hochzeiten tanzen und alles selbst erledigen zu müssen, erlaubt mir, Raum zu schaffen und Raum zu geben. So eine Yoga-Konferenz in Mainz schafft doch auch Aufmerksamkeit auf das Thema Yoga insgesamt und davon profitieren doch alle Mainzer Studios. Dafür muss ich gar nicht selbst dabei sein ;-)

Und was mir bei der Gelegenheit auch klar wird ist, dass ich auch Raum für Unterstützung schaffen darf. Ich kann nicht alles alleine machen. Genau das merke ich beim Thema Social Media: Ich habe dazu tausend Ideen und denke oft, „Ach, das könnte ich doch alles selbst machen“. Aber am Ende der Komfortzone wird mir klar: Nein, ich kann nicht alles allein stemmen. Hilfe anzunehmen ist auch Wachstum.

Wachstum am Ende der Komfortzone heißt also nicht immer: noch mehr machen, noch größer, noch schneller. Manchmal bedeutet es: innehalten, erkennen, wo die eigenen Grenzen sind, loslassen – und genau darin liegt die echte Stärke. Also: tief durchatmen, lächeln, Hilfe annehmen – und weiter wachsen.

Deine Susanne

– Note #4 – Juni 2025 –

„Nothing is impossible – the word itself says: I’m possible!”Audrey Hepburn

„I’m possible”

Mal ehrlich... Wie genial ist dieses Wortspiel bitte? (Funktioniert nur leider im Deutschen nicht…)

Ich liebe solche kleinen sprachlichen Überraschungen, die plötzlich ein ganz neues Licht auf scheinbar Unverrückbares werfen. Impossible? Ach was – I’m possible! Und plötzlich wird aus einem dicken „Geht nicht“ ein leises „Vielleicht doch“. Mein persönliches „Impossible“: Ganz klar der Handstand.

Ich hatte ihn ewig auf meiner Yogaliste stehen – und fast genauso oft wieder runtergenommen. Muss ich als Yogalehrerin einen Handstand können? Bringt mich das irgendwie im Leben weiter? Natürlich nicht.

Und trotzdem hat es mich gefuchst. Weil ich wusste: Die Kraft habe ich. Aber irgendwas zwischen meinen Ohren – eine Mischung aus Selbstzweifel und „Ich blamier mich doch nicht vor der Gruppe“ – hat mich regelmäßig davon abgehalten, ihn überhaupt zu versuchen. Manchmal hab ich mich in Gruppenstunden sogar elegant darum herumgemogelt. „Ich demonstriere dann lieber mal nicht…“

Aber jetzt kommt’s: Ich war vor Kurzem bei einem Teacher Training meines Lehrers in London. Und – wie immer – stand dort auch der Handstand auf dem Programm. Nur dass ich diesmal innerlich nicht gleich ausgestiegen bin. Ich war präsent. Hab zugehört. Mich getraut. Und siehe da: Zum ersten Mal hatte ich wirklich eine Idee, wie ich da ran kann.

Und plötzlich: weniger Angst, mehr Mut. Mehr Freude sogar! Seitdem – Achtung, festhalten – übe ich täglich. Naja… fast täglich.

Was ich sagen will: Es ist nie zu spät, etwas „Unmögliches“ neu zu denken. Und es ist nie zu spät, sich selbst möglich zu machen.

Ich will Dich nicht dazu bringen, jetzt sofort einen Handstand zu üben (obwohl... im September gibt’s bei uns tatsächlich einen Workshop dazu). Aber vielleicht gibt es da ja etwas, das Du längst als „unmöglich“ abgestempelt hast, etwas, das Dich reizt oder nervt. Oder nie ganz loslässt. Etwas, bei dem ein Teil in Dir vielleicht doch sagt: I’m possible.

Deine Susanne

– Note #3 – Mai 2025 –

„Nichts bringt uns auf unserem Weg besser voran als eine Pause.”Elizabeth Barrett Browning

Warum Pausen für mich ein Trainingsplan für die Seele sind

Mal ehrlich... Kennst du das Gefühl, von einem Punkt zum nächsten zu hetzen – selbst, wenn es schöne Termine sind? Ich liebe mein Studio, meine Arbeit, die Menschen, die ich täglich treffe. Und doch merke ich: Wenn ich nicht aufpasse, wird selbst Yoga zu einem To-do.

Und das ist... naja, ehrlich gesagt schon ein bisschen absurd. Ich meine: Ich bin Yogalehrerin! Ich sollte doch wohl die sein, die mit Leichtigkeit jeden Tag auf die Matte geht, mindestens eine Stunde meditiert und dabei nach Sandelholz duftet.

Stattdessen: Ich gehe dreimal die Woche joggen, mache regelmäßig Krafttraining, gehe jeden Morgen mit dem Hund spazieren – aber mein persönliches Yoga? Kam irgendwie zu kurz. Klar, ich mache es für meine Kurse. Aber für mich? Wann soll ich das denn noch einbauen?

Dann fiel mir „Die 1%-Methode“ von James Clear in die Hände. Genauer gesagt: Kapitel 5. Da geht es um die sogenannte Realisierungsintention. Die Idee ist simpel – und ziemlich schlau: „Wenn X passiert, mache ich Y.“ Also zum Beispiel: Wenn es 13 Uhr ist, rolle ich meine Matte aus und mache 20-30 Minuten Yoga. Danach ist Mittagspause. Punkt.

Das war der Gamechanger. Ich habe mir also genau das eingerichtet: Jeden Tag um 13 Uhr klingelt mein Timer. Und dann: Matte raus. Bewegung. Atmen. Spüren. Natürlich braucht es neben dem Wecker auch eine Portion Selbstdisziplin – ich sag nur: „Nur noch schnell die E-Mails...“ – aber durch die feste Verknüpfung fällt mir der Einstieg deutlich leichter. Ich muss nicht jeden Tag neu überlegen, wann und ob ich Yoga mache. Ich mach’s einfach.

Und weißt du was? Es tut mir richtig gut. Nicht nur körperlich. Sondern auch, weil ich mir selbst ein kleines Versprechen halte. Weil ich mich nicht hinten anstelle. Und weil diese 30 Minuten täglich zu meinem Mini-Retreat geworden sind – mitten im Alltag, mitten im Leben.

Vielleicht kennst du das ja auch: Dass man das, was man am meisten liebt, manchmal am leichtesten vergisst. Und manchmal reicht ein kleiner Anstoß von außen, um wieder anzufangen.

Mit einem Wecker. Und einer Matte. Und einer Portion Seele.

Deine Susanne

– Note #2 – April 2025 –

„Celebrate who you are in your deepest heart. Love yourself and the world will follow.”Amy Leigh Mercree

WOW – klingt gut.

Poetisch, warm, irgendwie tröstlich. Und gleichzeitig… auch ein bisschen einschüchternd, oder? Denn mal ehrlich: Wer weiß denn schon immer so genau, wer er oder sie „in seinem tiefsten Herzen“ ist? Und wann genau soll ich das feiern? Zwischen Steuer, Supermarkt und Sockensortieren?

Trotzdem habe ich dieses Zitat für den heutigen Newsletter gewählt. Denn ich finde, dieser Satz darf uns erinnern, nicht unter Druck setzen. Sich selbst zu feiern hat nämlich nichts mit Lautstärke zu tun. Es braucht keine Bühne, keine Applausfunktion. Manchmal heißt es einfach: sich selbst wieder ernster zu nehmen, sich selbst wieder zuzuhören und sich selbst wieder ein bisschen wichtiger zu nehmen als alles andere da draußen in dieser verrückten Welt.

Es geht nicht ums Ego, es geht um Balance. Leise, ehrlich und mit einem liebevollen Schulterklopfen – ohne dabei gleich auf der Bühne zu stehen.

Es geht auch darum, nicht dauernd auf „später“, „wenn Zeit ist“, „wenn ich fitter bin“ zu warten, sondern den eigenen Bedürfnissen jetzt wieder Raum zu geben. Wie im Flugzeug: „Put your own oxygen mask on first.“

Denn ganz ehrlich: Wenn ich mich nicht um mich kümmere – wer dann?

Gerade im Frühling fällt mir das leichter. Die Luft wird milder, ich kann wieder durchatmen – nicht nur physisch, sondern auch seelisch. Es ist die Jahreszeit, in der ich wieder auftauche. Mich ein bisschen neu sortiere. Und, wenn ich ehrlich bin: in der auch meine Lust auf Yoga zurückkommt. Ein bisschen „muss” ich das auch, weil mein Körper danach ruft. Nur Krafttraining und Laufen kann eben nicht alles ausgleichen, was im Alltag so durchgerüttelt wird.

Also: „Celebrate you“ ist keine Aufforderung zum Rampenlicht, sondern zur Rückverbindung. Kein Glitzer fürs Herz, sondern ein warmer Blick nach innen. Ein stilles Fest, ganz ohne Konfetti – aber mit Wirkung. Und falls du heute noch nichts gefeiert hast: Vielleicht reicht ein tiefer Atemzug. Oder ein kleiner Moment ganz für dich. Die Welt folgt später.

In diesem Sinne, feiere ich mit dir.

Deine Susanne

– Note #1 – Januar/Februar 2025 –

„Das Leben ist wie Fahrradfahren. Um die Balance zu halten, musst du in Bewegung bleiben.”Albert Einstein

Warum ich manchmal zu viel in Bewegung bin – und es trotzdem liebe!

Wenn es ums „in Bewegung bleiben” geht, bin ich vielleicht ein bisschen zu motiviert. Ich meine, wir alle kennen die guten Vorsätze fürs neue Jahr, oder? Mehr Bewegung, mehr Yoga, mehr Zeit für uns selbst. Doch während die Welt sich still und leise ins neue Jahr begibt, renne ich mit voller Energie und einer langen Liste von Ideen hinterher – und ja, manchmal ein wenig zu schnell!

Jeder Tag beginnt mit einem Plan, der sich fast immer mehr anfühlt wie ein halbes Jahr im Vorhinein durchgetaktet. Ich möchte alles gleichzeitig tun: Yoga, Meditation, neue Projekte starten, alte aufpolieren, mehr lesen, neue Kurse ins Leben rufen – und natürlich den Raum für all diese großartigen Ideen schaffen. In Bewegung bleiben klingt einfach, oder? Aber wenn die Liste der „To-Dos” wächst, fange ich an, das Gleichgewicht zu verlieren. Und plötzlich fragt man sich: Wo bleibt die Balance zwischen „ich könnte noch mehr machen” und „ich sollte vielleicht mal etwas ruhiger machen”?

Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: In Bewegung bleiben ist wichtig, aber manchmal ist es auch wichtig zu wissen, wann man auf die Bremse tritt. Ich habe gelernt, dass wir uns nicht in einer endlosen To-Do-Liste verlieren sollten – und dann verliere ich mich doch… auf der Suche nach der perfekten Retreat-Location, dem nächsten Newsletter, dem neuen Kursprogramm, noch schnell ein Läufchen mit dem Hund, abends ins Gym und vorher noch eine inspirierende Yogastunde vorbereitet. Und ja, dann sitze ich abends da, mit einem Lächeln im Gesicht, und frage mich: War ich heute eigentlich in Bewegung oder habe ich mich einfach im Kreis gedreht?

Aber ist das nicht auch irgendwie ein Teil des Prozesses? Solange ich dabei nicht die Freude an den kleinen Momenten verliere, kann ich meiner eigenen „Bewegung” durchaus etwas abgewinnen. Vielleicht ist der wahre Trick, sich nicht zu sehr unter Druck zu setzen – und gleichzeitig der eigenen Energie zu vertrauen. Das Leben ist schließlich auch ein Tanz aus Bewegung und Ruhe. Und manchmal muss man bewusst wieder in den Takt finden.

Also, mal ehrlich: Ich liebe es, in Bewegung zu bleiben. Aber ich liebe es auch, wenn ich ab und zu anhalte, tief durchatme und mich frage, ob mein „In Bewegung bleiben” nicht auch manchmal etwas mehr Gelassenheit vertragen könnte. Und wer weiß, vielleicht ist es der Moment, in dem wir innehalten, der uns wirklich ins Gleichgewicht bringt.

In diesem Sinne gönne ich mir jetzt ein Pause.

Deine Susanne